Was versuchen Menschen alles auf dem Weg zur Weisheit? Was ist Weisheit überhaupt? Kann man weise werden? Und wie weise ist Herr Eppert? In dieser Folge sucht er Menschen, die ihren ganz eigenen Zugang und ihre eigenen Erlebnisse zum Thema haben.
Thorsten Eppert macht einen wenig schmeichelhaften Weisheitstest, sucht nach Weisheit in der Straßenkunst und trifft Menschen, die behaupten, sie hätten den Schlüssel zur Weisheit. Die sagen aber auch, sie könnten mit einer speziellen Yogatechnik fliegen, die Schwerkraft überwinden. Auch in diesem letzten Film der ersten Staffel erkundet Eppert Szenen, die unserem täglichen Blick verborgen bleiben und die anregen, sich mit offenen Augen den großen Themen unserer Zeit zu nähern.
Was ist eigentlich Heimat? Fragen Sie Herrn Eppert, wird er keine Antwort wissen: Er ist im Laufe seiner 38 Jahre über ein Dutzend Mal umgezogen - wie viele andere aus der Generation der heute Dreißig- bis Vierzigjährigen. Der Begriff „Heimat” trägt alten Mief in sich - und ist doch wieder ein Thema geworden, spätestens seit der WM 2006.
Also begibt sich Thorsten Eppert auf die Reise, um unbekannte, überraschende und schräge Geschichten zum Thema zu finden. Er trifft Menschen, für die Heimat zum Lebensthema geworden ist: Volksmusikanten, Wohnungslose, Asylsuchende, Soldaten und den Mann ohne Gedächtnis, der seine Heimat - wie sein ganzes Leben - schlicht vergessen hat.
„Man ist fast wie ein kleiner Vampir, der den Ruhm aus den Stars heraussaugt”, sagt Jenny Fabian, einst angesagtes Szenegirl des Londoner Undergrounds. Sie hat damals Musiker wie Syd Barrett von Pink Floyd oder Andy Summers von The Police um den Finger gewickelt. Die Dokumentation „Groupies – Backstage zu den Stars” gibt einen sehr privaten Einblick in das Leben von drei prominenten Ex-Groupies der 60er und 70er Jahre.
Pamela Des Barres aus Los Angeles hatte unzählige heiße Nächte und Affären mit Rockgöttern wie Mick Jagger, Jimmy Page oder Jim Morrison. „Jimi Hendrix war der Größte”, sagt Cynthia Albritton, alias Cynthia Plaster Caster aus Chicago. Sie muss es wissen, denn sie hat Dutzende Rockstars in Gips verewigt – zumindest deren bestes Stück.
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Der Film von Adrian Stangl zeigt, dass Groupies damals mehr waren als nur willige Bettgefährtinnen: Sie waren oft auch Freundinnen und Vertraute der Musiker, sie hatten einen eigenen Kopf - und sie bestimmten die Spielregeln. Gegen den Willen ihrer Eltern und die damals herrschenden Moralvorstellungen entschieden sie sich für das wilde, freie Leben an der Seite berühmter Musiker. Sex war für sie nicht nur Mittel zum Zweck, sondern auch eine Form von Emanzipation. „Ich war eine Frau und habe getan, worauf ich Lust hatte. Für mich ist das Feminismus”, so die Groupielegende Pamela Des Barres.
Die starken Frauen, heute alle über sechzig, erinnern sich an ihre Zeit mit den Rocklegenden, an Exzesse und Leidenschaften, an Lust und Liebe im Tourbus und im Hotelbett. Sie bereuen nichts und erzählen vom Geist vergangener Tage, von Konflikten mit konservativen Eltern und ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung. Der Film ist eine Hommage an ein bisher kaum gewürdigtes Phänomen der Popkultur: Die Groupies.
„HERR EPPERT SUCHT...DEN TOD”
Buch und Regie: Thorsten Eppert
45 Minuten
Produktion: ZDF_NEO/freeeye tv 2011
Wieder geht Thorsten Eppert auf die Suche - dieses Mal nach Menschen, die ihre ganz eigene Sicht auf das düsterste aller Themen haben, den Tod. Jeder hat Angst davor, aber warum? Nichts ist so sicher wie der Tod. Andere Kulturen feiern ihn, wir in den westlichen Industrieländern hingegen verdrängen und meiden das Thema wie die Pest.
Herr Eppert macht sich auf die Suche. An fünf Orten in Deutschland und Österreich trifft er Menschen, für die der Tod ein Lebensthema ist. Bei manchen, weil sie es so wollen, bei manchen, weil sie müssen. Thorsten Eppert erlebt bizarre, heitere und todtraurige Geschichten. Entstanden ist ein Film, der an einigen Stellen dunkel, traurig und nachdenklich ist, an anderen aber auch überraschend humorvoll und skurril.
Herr Eppert trifft im Hamburger Kinderhospiz „Sternenbrücke” Eltern, deren Kinder das Erwachsenenalter wohl nicht erleben werden. Er stößt auf erschütternde Schicksale, aber auch auf ein Haus voller Leben. Andernorts begegnet er Menschen, die fasziniert sind vom Tod - wie die Dark-Metal-Band „Eisregen” aus Thüringen. In ihren Songs zelebrieren sie grausame Todesphantasien und haben es zu ihrer Genugtuung sogar auf den Index geschafft. Herr Eppert geht mit „Eisregen” auf Tour und versucht, die Band und ihre Motivation zu begreifen.
Wie sieht es eigentlich im Jenseits aus? Um das herauszufinden, besucht Eppert Karina Traxinger, die von sich behauptet, sie könne Kontakt mit dem Jenseits aufnehmen. Eppert ist im Raum, wenn sie eine hoch emotionale Jenseitssitzung mit einer Frau abhält, die ihr Kind verloren hat. Und auch bei Eppert selbst spürt Karina Traxinger plötzlich eine männliche Präsenz, die ihn umgibt und mit ihm reden will.
Der Tod als Kunstobjekt: Herr Eppert besucht eine Wiener Pathologie und trifft dort den Künstler Harald Köck, einen Schüler Hundertwassers. Seit mehr als zwanzig Jahren malt er Leichen, sein zweites Zuhause ist die Leichenhalle. Mit Köck beobachtet Eppert mehrere Obduktionen - denn hier holt sich der Maler seine Inspiration. Köck sagt, er habe keine Angst vor dem Tod. Wenn es aus ist, ist es aus. Wie ein Betriebsunfall. Eine weitere Station auf Herrn Epperts Suche ist der Hamburger Friedhof Ohlsdorf. So gar nicht düster ist das, was Eppert hier, auf einem der größten Friedhöfe der Welt, findet: Menschen, die auf ihren eigenen zukünftigen Gräbern Partys feiern.
„SIEGFRIED LENZ - SCHRIFTSTELLER UND MENSCHENFREUND”
Buch und Regie: Adrian Stangl
45 Minuten
Produktion: NDR/ARTE 2011
Zum 85. Geburtstag des Schriftstellers zeichnet die Dokumentation das ereignisreiche Leben von Siegfried Lenz nach und geht seinem bis heute ungebrochenen Erfolg auf den Grund. Denn kaum ein Autor wird hierzulande so geliebt und verehrt wie er. Bereits vor über vierzig Jahren wurde Lenz mit seinem Meisterwerk „Die Deutschstunde” nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland zum literarischen Star.
Seitdem haben sich seine Bücher weltweit etwa 25 Millionen mal verkauft. Auch im hohen Alter ist der Autor weit entfernt davon, mit dem Schreiben aufzuhören - wie der 2008 erschienene Bestseller „Die Schweigeminute” beweist. Langjährige Freunde, Kollegen und Wegbegleiter wie Helmut Schmidt, Günter Grass oder Marcel Reich-Ranicki sprechen in dem Porträt auf sehr persönliche Weise über ihre Erlebnisse mit dem Mann aus Masuren.
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„Man schreibt immer über sich selbst”, sagt der charismatische und bescheidene Autor. Wer etwas über den Menschen Lenz erfahren wolle, müsse einfach nur in seinen Büchern nach ihm suchen. Mal fröhlich, mal nachdenklich, aber immer offen gibt Siegfried Lenz Einblicke in sein langes Schriftstellerleben, lässt wichtige Ereignisse und Begegnungen Revue passieren und verrät, was ihn ein Leben lang zum Schreiben motiviert hat.
„HERR EPPERT SUCHT...DIE LIEBE”
Buch und Regie: Thorsten Eppert
45 Minuten
Produktion: ZDF_NEO/freeeye tv 2011
Dieses Mal macht sich Thorsten Eppert auf den Weg, um neue Einsichten zum Thema aller Themen zu finden: der Liebe. Wieder ist es eine Achterbahn der Gefühle, wieder taucht Eppert als On-Reporter in Welten ein, die ihm selbst und den meisten anderen Menschen unbekannt sind.
Wie sieht es eigentlich aus mit Liebe im Knast? Wie schaffen es Menschen, sechzig Jahre verheiratet zu bleiben? Wie geht man als Schauspieler an eine Liebesszene heran? Wie kann man sich lieben und vertrauen, wenn der Partner regelmäßig Pornos dreht? Wie weit gehen Menschen, die sich in einen Star verliebt haben? Thorsten Eppert begibt sich mitten in die Wirklichkeit der Menschen, lebt mit einem Seniorenpärchen, geht in den Knast und übt seinen ersten Filmkuss. Es ist eine Suche mit offenem Ausgang – gelegentliches Scheitern inbegriffen.
Thorsten Eppert macht sich als On-Reporter für ZDF_NEO auf eine Reise durch die großen Themen unserer Zeit und erlebt bunte, skurrile, traurige und schöne Geschichten. In der ersten Folge der Reihe macht er sich auf die Suche nach dem Glück. Dabei landet er zunächst im Ökodorf Siebenlinden in Sachsen-Anhalt. Im Dorf gibt es reichlich Glück – das sagen zumindest die Bewohner. Die Suche nach dem Glück führt Herrn Eppert auf einen internationalen Glücksforscher-Kongress und dorthin, wo Menschen hoffen, Glück zu haben: ins Spielcasino.
In München erlebt Eppert den Glückskick bei Jochen Schweizer. Der Unternehmer wurde u.a. mit Bungee-Jumping reich und bekannt. Eppert überwindet seine Angst, seilt sich am Hochhaus 40 Meter in die Tiefe hinab und erlebt den Glückskick. Dem höchsten Ausschlag auf der Glückskurve begegnet ihm jedoch in der Psychiatrie eines Klinikums in Berlin. Patienten mit manischen Depressionen erzählen ihm von den tiefen Tälern ihres Lebens, aber auch von den Zeiten, in denen sie das Glück wie einen Rausch erleben.
„DAS WUNDER DER MUSIK”
Buch und Regie: Elena Mannes
Deutsche Fassung: Adrian Stangl
2 x 45 Minuten
Produktion: PBS/NDR 2009
Was ist das Geheimnis der Musik? Wieso berührt sie unsere Emotionen, macht uns fröhlich, traurig oder aggressiv? Wieso kann Musik Menschen heilen oder sogar intelligenter machen? Musiker Bobby McFerrin und Neurowissenschaftler Daniel Levitin führen die Zuschauer durch die faszinierende Welt der Musik und erklären ihre Wirkung auf den menschlichen Körper und die Seele. Im Gespräch mit wegweisenden Hirnforschern und weltbekannten Musikern wie dem Cellisten Yo-Yo Ma oder dem Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim ergründen sie die neuesten Erkenntnisse aus dem Bereich der Musikforschung und der Neurowissenschaft.
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Musik ist viel mehr als nur Klang. Sie löst bei allen Menschen Gefühle aus, aber mit dem Verstand und mit Worten lässt sie sich nur schwer beschreiben. Die Dokumentation aber schafft genau das: Sie erforscht und beschreibt die verblüffenden Zusammenhänge zwischen Musik, dem menschlichem Geist und Körper, der Natur und dem gesamten Universum. Modernste Wissenschaft, kombiniert mit aufsehenerregenden Musikbeispielen und Bildern machen diese Dokumentation zu einer beispiellosen Reise durch die geheimnisvolle Welt der Musik.
„DEUTSCHLAND VON A BIS Z”
Buch und Regie: Thorsten Eppert und Markus Wenniges
45 Minuten
Produktion: 3SAT/ZDF 2009
Mit einem schonungslosen Blick auf Land und Leute, frei von Angst vor Stereotypen und mit viel Selbstironie, hinterfragt Katrin Bauerfeind in „Deutschland von A bis Z”, was die Deutschen eigentlich ausmacht: Autonarren, Gründlich- und Pünktlichkeitsfanatiker, Schrebergärtner, Workaholics, Sonntagsfahrer, Jammerlappen, Nörgler, Vereinsmeier, Ordnungsfanatiker, Biertrinker, Schreihälse, Liegestuhl-Reservierer, Socken-in-Sandalen-Träger, Exportweltmeister, Bürokraten.
Der typische Deutsche ist ein Mysterium, das vor allem die Deutschen selbst beschäftigt. In kaum einem anderen Land wird die Frage nach der eigenen Identität so intensiv gestellt wie in Deutschland. Wir sind und bleiben tief versunken in einer nationalen Nabelschau. Grund genug, ultimativ zu klären: Wie sind wir denn nun, wir Deutschen?
Katrin Bauerfeind fühlt Deutschland auf den Zahn. Zusammen mit Sido geht sie dem deutschen Phänomen der Plattenbauten auf den Grund. Sie stellt sich dem Einbürgerungstest und sieht hinter die Kulissen des heimischen Volksmusikbetriebs. Im Tonstudio wird sie zum Volksmusik-Sternchen und ergründet das Geheimnis der heimeligen Melodien für Millionen. Außerdem klärt sie, ob die Wiedervereinigung uns wirklich etwas gebracht hat. Von Geschichte bis Gegenwart, von Kultur bis Kult, in „Deutschland von A bis Z” wagt Katrin Bauerfeind einen ehrlichen und humorvollen Blick auf Land und Leute, hinterfragt Bekanntes, entdeckt Unbekanntes und fördert Schockierendes zutage. Sie hat viel zu lachen und noch mehr zu meckern – typisch deutsch eben.
„EU VON A BIS Z”
Buch und Regie: Thorsten Eppert und Markus Wenniges
45 Minuten
Produktion: ZDF 2009
Katrin Bauerfeind stürzt sich hinein in die Materie Europa und erklärt dem Zuschauer in ihrer unnachahmlichen Art so einiges von Außengrenzen über Erasmus-Programm bis hin zum Youtube-Auftritt der EU. Sie zeigt, wer „die in Straßburg” und „die in Brüssel” eigentlich sind, prüft, wie viel die Vertreter selbst über ihre Bürger wissen und spielt „W wie: Wer wird Superparlamentarier” mit ihnen. Und auch für die Dolmetscher hat sie ein paar besondere Herausforderungen im Gepäck.
Doch Katrin Bauerfeind guckt nicht nur hinter die Kulissen der politischen Schaltzentralen. Vorübergehend zieht sie auch in die größte Erasmus-WG Europas ein, lässt sich die kulinarische Vielfalt der EU präsentieren, führt persönliche Beitrittsverhandlungen mit der Türkei und begleitet EU-Angestellte auf der Suche nach der großen Liebe.
„ÖSTERREICH VON A BIS Z”
Buch und Regie: Thorsten Eppert und Markus Wenniges
60 Minuten
Produktion: ZDF 2008
Österreich – für die meisten nicht mehr als Sissi-Filme und Wiener Schnitzel. Deshalb hat Katrin Bauerfeind unser kleines Nachbarland von A bis Z bereist. Es geht um alles: von der Politik über die Klischees bis zur Landesküche. „Nichts trennt uns so sehr, wie die gemeinsame Sprache”, hat schon Karl Kraus festgestellt. Der war immerhin Österreicher und damit - qua Nationalität - Fachmann im Themengebiet. Wir Deutschen verstehen die Österreicher im besten Falle mäßig. Was will ein Österreicher eigentlich, wenn er zum „Papperln” einlädt? Und auch beim Wissen hapert es bei uns: Wer weiß schon, dass Österreich die größte Ölförder-Nation Mitteleuropas ist?
Katrin Bauerfeind zieht los, um ein für allemal mit Unwissen und den immer gleichen Missverständnissen aufzuräumen. Dabei durchquert sie einmal das ganze alpenländische Alphabet: von A wie Austrian Dreams über Cordoba, Dorotheum, Haider, Öl, Titelfetisch bis Z wie Zillertal. Sie lernt das Dudeln, ergründet das morbide Wien und lässt sich von „Austrian Dreams”, einer Werbekampagne Österreichs für Deutsche, einen ganz persönlichen Traum erfüllen: einen Tag als Sissi. Immer treibt sie die Frage: Was ist ein typischer Österreicher? Gibt es ihn überhaupt?
„SCHWEIZ VON A BIS Z”
Buch und Regie: Thorsten Eppert und Markus Wenniges
60 Minuten
Produktion: ZDF 2008
Franzosen bewundern wir für ihr „savoir vivre”. Die Dänen finden wir nett, aber das tun eigentlich alle. Die Polen: eine wechselvolle Beziehung. Niederländer: bestenfalls heißkalte Liebe. Doch was ist eigentlich mit den Schweizern? Haben sie wirklich alle ein Gewehr unter dem Bett? Stimmt es, dass in der Schweiz bis 1950 Waisenkinder auf Märkten versteigert wurden? Und wie eröffnet man eigentlich ein Nummernkonto?
Wir müssen eingestehen: Unser Wissen endet oft irgendwo zwischen Tell und Toblerone. Deshalb hat Katrin Bauerfeind die „Schweiz von A bis Z” seziert und unseren Nachbarn auf den Zahn gefühlt. Sie reist durch das alpenländische Alphabet: die Schweiz von A wie Alpen über Bankgeheimnis, DJ Bobo, Neutralität und Waffen bis Z wie Zither.